Die 4 Steuerbooster der Rentenversicherung - endlich einfach erklärt (1 von 4)
Wer legt denn heute noch Geld in einer privaten Rentenversicherung an? Die Antwort: Menschen, die sich über Geld Gedanken machen, die nachrechnen und die gern informierte Entscheidungen treffen. An anderer Stelle sollen die unterschiedlichen Anlageschwerpunkte besprochen werden, also was sich für Sicherheitsbewusste eignet und was eher für Renditejäger. Hier soll es um etwas anderes gehen. Es heißt ja: Der Euro, den ich nicht ausgebe, ist mehr wert, als der Euro, den ich einnehme. Und welche Ausgabe drückt viele Menschen am meisten? Die private Rentenversicherung bietet Ihnen vier Möglichkeiten, Ihre Steuer auf Erträge erträglich zu machen. Ein ödes Thema? Vielleicht. Nicht aber, wenn man die Punkte beherzigt und dadurch ein gutes Stück wohlhabender ist, als wenn man sich damit nicht beschäftigt hätte.
Fangen wir an mit dem ersten Hebel der privaten Rentenversicherung, der Ihnen eine Menge Steuern spart - Booster Nummer 1!
Booster 1: Der Harry-Potter-Mantel
Der Zauberlehrling Harry Potter hat einen Mantel, der ihn unsichtbar macht. Komplett. Und diesen Mantel gibt es wirklich - zumindest kann er Ihre Gewinne für das Finanzamt unsichtbar machen. Das heißt: kein Cent Steuern auf Erträge, solange diese unter dem Mantel stecken! Wie ist es mit Ihren Fonds? Sie erhalten eine Ausschüttung - und zahlen Steuern. Sie verkaufen Ihren ETF mit Gewinn - und zahlen Steuern, selbst wenn Sie das Geld gleich wieder neu investieren.
Anders beim Harry-Potter-Mantel der privaten Rentenversicherung: so lange Erträge unter diesem Mantel bleiben, wird keine Steuer fällig. Es darf also über Jahre und Jahrzehnte ungeschmälert für Sie arbeiten und sich damit deutlich besser entwickeln, als wenn ständig ein Teil abgeschnitten würde. Fachleute sprechen von Steuerstundungseffekt, in der Schule haben wir vom Zinseszinseffekt gehört - das ist die Richtung.
Erst wenn Harry Potter den Mantel abstreift, wird er sichtbar. Erst wenn Sie das Geld aus dem Vertrag herausnehmen, wird es für das Finanzamt sichtbar und es hält die Hand auf. Bis dahin haben Sie schon gewaltig profitiert. Vielleicht müssen Sie sogar einen höheren Betrag ans Finanzamt anführen, als wenn Sie unterwegs bezahlt hätten. Aber nur, weil Sie deutlich höhere Gewinne erzielt haben - und unter den Strich bleibt für Sie deutlich mehr übrig.
Was uns zum zweiten Booster bringt: der 12/62- oder auch Halbe/Halbe-Deal mit dem Finanzamt.
Beachten Sie, dass dieser Artikel ausschließlich der allgemeinen Information dient und keine Steuerberatung im Sinne des Steuerberatungsgesetzes darstellt. Er kann und will eine individuelle Beratung durch eine Steuerberaterin oder einen Steuerberater nicht ersetzen.