DESwegen NORwegen
Warum wir nicht pauschal reisen, sondern individuell und dann sogar noch pauschal glücklich sind.
Man kann es nicht immer alles vorher wissen, sich auf alles einstellen, planen und schon gar nicht garantieren. Aber - und das ist der wohl wichtigste Teil an diesem Text - man kann davon ausgehen, dass alles gut wird!
Heut ist der 28.8.2026. Der norwegische König ist verstorben und das ganze Land hängt seine Fahnen - und hier sind sehr viele davon zu sehen - auf Halbmast. Ein Volk trauert. Trauert um einen Menschen, der für sie da gewesen ist.
Dass dies nun ausgerechnet geschieht, wenn wir Norwegen bereisen war nicht absehbar. Nun sind wir mittendrin. Und dennoch - es wird weitergehen. Es wird immer weitergehen!
Wir haben in einer Woche Reisezeit eine handvoll Menschen kennengelernt, die uns genau das bestätigten. Chris, der unsere großen Augen an der Tankstelle bemerkte und uns Hilfe und Infos anbot. Er wartete mit vielen Tipps auf, ist eigentlich aus Apolda und lebt nun in Norwegen und hat sein Hobby quasi zum Beruf gemacht. Ein toller junger Mann mit Weitsicht, Mut und einem lächelnden Herzen - aber leider vermisst er die Döner, die es hier so nicht gibt.
Und dann noch Achim - ein leidenschaftlicher Angler, der seit Jahren hier hoch fährt. Der seinen Fisch filitiert, als täte er sein Leben lang nichs anderes, der uns seine Lebensgeschichte an der Hafenkante erzählte und wir merkten, dass man keinen Menschen vorher in eine Schublade packen kann. Sein Geschenk an uns - ein Abendessen mit dem Fisch, den er selbst gefangen hatte und eigentlich für seine Familie bestimmt war. Wir danken dir!
Ein Pärchen mit einem Mercedes MLT (oder wie auch immer das Teil heißt). Aus dem Sauerland nach Sylt gezogen, weil es immer ein Kindheitstraum war. Vom Spediteur zum Reisenden und seine Frau, die seitens ihrer Kollegin erst erfahren musste, dass sie ersetzbar sei in ihrem Job. Ein Schlag ins Gesicht - und dennoch im Nachhinein auch ein Zeichen und mit Vorteilen behaftet, die aber erst später erkennbar sind.
3 Geschichten, die uns glücklich machen. Wir reisen ohne genaues Ziel. Hier nach Norwegen und im Leben. Wir müssen nichts erreichen, sondern nur wissen all das zu genießen, was wir haben. Es macht uns unfassbar zufrieden zu wissen das es genügt - das was wir haben, aber auch das, was wir nicht haben, denn alles ist für etwas gut.
An einem See sitzend schreibe ich diese Worte. Vorhin fragte ich meine Partnerin, wonach wir in Norwegen eigentlich suchen!?
Sind es die Sehenswürdigkeiten, denen alle hinterherjagen und dann anstehen, weil viel zu viele die Bilder ihres Lebens machen wollen, oder sind es die Momente, die uns innehalten und demütig in die Weite schauen lassen ohne auch nur einen Ansatz an Verlustgefühl, irgendetwas nicht gesehen oder erlebt zu haben?
Für uns ist es die Zeit. Wir haben Zeit, beschränkt auf ein paar Wochen für diese Reise, aber dennoch ausreichend, um wieder einen Schritt weiterzukommen. Wir lernen dazu, treffen Menschen, tauschen Gedanken, kommunizieren und spüren, was Glück bedeutet.
Und wieso all das in Norwegen? Wir haben keine Ahnung. Nach vielen bereisten Ländern finden wir in Norwegen nicht nur Landschaften, die abwechslungsreicher nicht sein könnten und viele Länder dieser Erde widerspiegeln, wir lernen ein Volk kennen, was stolz auf sein Land ist, dies mit Fahnen an den Häusern zum Ausdruck bringt und wir treffen auf Menschen, die genau das bestätigen.
Wer also noch nicht in Norwegen war und dies auf seiner Liste hat - einfach machen. Wir können es nur empfehlen und stehen mit Rat und Tat zur Seite.
Bis bald zur #Rauszeit und #Lebenleben