GKV vs. PKV: Welches System passt wirklich besser zu dir?
Du verdienst über 85.000 Euro im Jahr und bist gesetzlich krankenversichert? Dann gehörst du zu den Angestellten, für die sich die Frage GKV oder PKV ganz konkret stellt.
Dabei geht es nicht nur darum, welches System günstiger ist. Auch Leistungsumfang, Familienplanung, dein Gesundheitszustand und die langfristige Beitragsentwicklung spielen eine Rolle.
2026 kommt ein weiterer Aspekt hinzu: Die Rahmenbedingungen für einen Wechsel könnten sich 2027 spürbar verändern.
GKV-BEITRÄGE 2026 IM ÜBERBLICK
Der allgemeine Beitragssatz der gesetzlichen Krankenversicherung liegt 2026 bei 14,6 Prozent. Der durchschnittliche Zusatzbeitrag beträgt 2,9 Prozent – rechnerisch ergibt das einen Gesamtbeitrag von 17,5 Prozent. Wie hoch dein tatsächlicher Zusatzbeitrag ausfällt, hängt von deiner Krankenkasse ab; er kann darüber oder darunter liegen.
Die Beitragsbemessungsgrenze liegt 2026 bei 69.750 Euro jährlich beziehungsweise 5.812,50 Euro monatlich. Für freiwillig Versicherte mit Krankengeldanspruch ergibt sich daraus ein maximaler Krankenversicherungsbeitrag von rund 1.017,19 Euro monatlich, die Pflegeversicherung (3,6 bis 4,2 Prozent, abhängig von der Kinderzahl) kommt zusätzlich hinzu. Als Angestellter trägst du in der Regel nur die Hälfte davon, da sich dein Arbeitgeber paritätisch an den Beiträgen beteiligt.
AB WANN DU ALS ANGESTELLTER WECHSELN KANNST
Als Angestellter kannst du erst oberhalb der Versicherungspflichtgrenze, auch Jahresarbeitsentgeltgrenze (JAEG) genannt, in die PKV wechseln. 2026 liegt sie bei 77.400 Euro im Jahr. Für 2027 steht der endgültige Wert noch nicht gesetzlich fest. Der PKV-Verband rechnet auf Basis aktueller Annahmen mit einem Anstieg auf rund 84.500 Euro, konkret 84.483 Euro – eine Prognose, die sich noch ändern kann.
WAS BEI EINEM PKV-WECHSEL WICHTIG IST
Bei einem Neuabschluss in der PKV ist grundsätzlich eine Gesundheitsprüfung erforderlich. Später auftretende Erkrankungen können – abhängig von Versicherer, Tarif und individueller Situation – zum Beispiel zu Risikozuschlägen, Leistungsausschlüssen oder einer erschwerten Aufnahme führen. Deshalb kann es sinnvoll sein, sich frühzeitig mit dem Thema auseinanderzusetzen, auch wenn ein Wechsel aktuell noch nicht unmittelbar geplant ist.
GKV ODER PKV – WORAUF KOMMT ES WIRKLICH AN?
Gesetzliche Krankenversicherung: Der Beitrag richtet sich grundsätzlich nach deinem Einkommen bis zur Beitragsbemessungsgrenze. Unter bestimmten Voraussetzungen ist eine beitragsfreie Familienversicherung möglich, die Leistungen sind weitgehend gesetzlich definiert.
Private Krankenversicherung: Der Beitrag hängt unter anderem vom Eintrittsalter, deinem Gesundheitszustand und dem gewählten Tarif ab. Leistungen werden individuell vereinbart und lassen sich gezielt auswählen, allerdings braucht jede versicherte Person einen eigenen Vertrag mit eigenem Beitrag.
„Was ist günstiger?" ist damit allein die falsche Frage. Entscheidend ist, welches System langfristig zu deiner persönlichen Lebensplanung passt.
WECHSEL NOCH NICHT MÖGLICH? GESUNDHEITSZUSTAND FRÜHZEITIG SICHERN
Liegt dein Einkommen (noch) unter der Versicherungspflichtgrenze oder ist ein vollständiger Wechsel für dich aktuell keine Option, gibt es mit OptionFlexiMed eine mögliche Zwischenlösung der Allianz – manche nennen ihn auch das goldene Ticket. Nach einer einmaligen Gesundheitsprüfung sicherst du dir für bis zu 20 Jahre das Recht, jederzeit in die private Krankenvollversicherung zu wechseln oder alle zwei Jahre eine private Zusatzversicherung abzuschließen – ohne erneute Gesundheitsprüfung.
Ob das für deine Situation infrage kommt, klären wir am besten im persönlichen Gespräch.
WANN SICH EIN GENAUER BLICK LOHNT
Eine pauschale Antwort auf die Frage GKV oder PKV gibt es nicht. Einkommen, Berufsstatus, Alter, Gesundheitszustand, Familienplanung, Leistungswünsche und deine langfristige finanzielle Planung sollten gemeinsam betrachtet werden.
Gerade für gutverdienende Angestellte kann 2026 ein sinnvoller Zeitpunkt sein, die eigene Situation zu prüfen: Die Versicherungspflichtgrenze liegt aktuell bei 77.400 Euro, für 2027 wird eine deutliche Erhöhung erwartet. Das Ergebnis einer Beratung muss dabei nicht automatisch PKV heißen.
GKV ODER PKV? LASS ES INDIVIDUELL PRÜFEN.
Du verdienst über 85.000 Euro, bist gesetzlich versichert und möchtest wissen, welche Möglichkeiten du hast? Wir vergleichen deine persönliche Situation und zeigen dir transparent, welche Lösung zu dir passt.
Persönlichen PKV-Check vereinbaren: www.vogt-allianz.de/Termin
Quellen: Bundesgesundheitsministerium (BMG), GKV-Spitzenverband, PKV-Verband, Sozialversicherungsrechengrößen-Verordnung 2026. Stand: August 2026. Die Werte für 2027 (insbesondere die Versicherungspflichtgrenze) sind Prognosen des PKV-Verbands und noch nicht endgültig gesetzlich festgelegt.