Altersvorsorgedepot ab 2027: So holst du mehr aus deiner Altersvorsorge raus 📈
Stell dir vor, du könntest fürs Alter investieren wie bei einem ETF Sparplan, nur mit staatlichem Rückenwind und Steuervorteilen. Genau das soll ab 01.01.2027 mit dem Altersvorsorgedepot starten. 📈
Was ist das Altersvorsorgedepot
Das Altersvorsorgedepot ist eine neue Produktkategorie für die staatlich geförderte private Altersvorsorge. Der wichtigste Unterschied zu vielen Riester Produkten: Es gibt keine Pflicht zur Beitragsgarantie. Dadurch kann chancenreicher angelegt werden und langfristig sind im Durchschnitt höhere Renditen möglich.
Warum kommt das jetzt
Die Niedrigzinsphase hat gezeigt: Wenn Anbieter zwingend garantieren müssen, dass am Ende mindestens alle Beiträge plus Zulagen da sind, landet viel Geld in sehr sicheren, aber oft wenig rentablen Anlagen. Beim Altersvorsorgedepot fällt dieser Knoten weg. Ergebnis: mehr Flexibilität in der Geldanlage.
Ist das einfach ein normales Depot
Nein. Ein normales Depot ist die Verwahrstelle für Wertpapiere. Das Altersvorsorgedepot ist der Sammelbegriff für geförderte Vorsorgeprodukte ohne Kapitalgarantie. Das kann auch direkt über einen Versicherer laufen.
Wie wird das Geld angelegt
Anbieter investieren die Beiträge breit gestreut, zum Beispiel in Aktien, Anleihen, Infrastruktur oder Immobilien. Komplett spekulativ wird es nicht: Erlaubt sind Anlagen bis Risikoklasse 5 auf einer Skala von 1 bis 7. Kategorien 6 und 7 sind tabu. Dinge wie Kryptowährungen oder Optionsscheine sind nicht erlaubt.
Welche Varianten sind geplant
Unter dem Begriff können verschiedene Lösungen fallen, zum Beispiel ETF Sparpläne, Fondssparpläne oder fondsgebundene Lebensversicherungen. Dazu kommt das Standarddepot als einfache gesetzliche Variante: nur zwei Fonds, ein sicherheitsorientierter und ein chancenreicherer. Du wählst die Aufteilung selbst oder nutzt die Standardeinstellung. Gegen Ende wird das Risiko automatisch reduziert.
Gibt es Risiken
Ja. Verluste sind möglich, weil es keine Beitragsgarantie gibt. Entscheidend sind dein Risikoprofil und wie lange du Zeit hast. Wer 20 oder 30 Jahre vor sich hat, kann Schwankungen oft besser aussitzen als jemand kurz vor Rentenbeginn. Wichtig: Nur so viel Risiko wählen, wie du mental aushältst.
Auszahlung
Du kannst den Start der Auszahlungsphase flexibel wählen in einem Fenster von fünf Jahren zwischen 65 und 70. Möglich ist eine lebenslange monatliche Rente oder ein Auszahlplan, der mindestens bis 85 kalkuliert sein muss.
Förderung in Kürze
Gefördert werden Einzahlungen bis 1.800 Euro pro Jahr in zwei Stufen: bis 360 Euro mit 50 Prozent Zuschuss, darüber bis 1.800 Euro mit 25 Prozent. Maximal sind so 540 Euro Grundzulage pro Jahr drin.
Mit Kindern gibt es zusätzlich eine Kinderzulage: bis 25 Euro Eigenbeitrag pro Monat gibt es 100 Prozent Zuschuss pro Kind, maximal 300 Euro pro Jahr je Kind.
Unter 25 gibt es einmalig 200 Euro extra als Berufseinsteigerbonus.
Steuern
In der Ansparphase sollen Erträge steuerfrei sein, versteuert wird erst in der Auszahlungsphase. Bei geförderten Beiträgen wird die Auszahlung grundsätzlich mit dem persönlichen Steuersatz versteuert. Für ungeförderte Beiträge über 1.800 Euro gelten andere Regeln.
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